16
Apr
2013

Erzählung: Der Stelzenvogel

»Ich verstehe immer noch nicht, warum ich diesen Unsinn mitmachen soll«, jammerte ich, während ich sehnsüchtig auf das Festland blickte, das sich immer weiter entfernte. »Ist es nicht ein wenig spät für irgendwelche Lektionen?«
Meister Eule würdigte mich keines Blickes und betrachtete den Turm des Zirkels, dem wir bedrohlich nah kamen. Wie ich dieses Ding hasste.
»Es geht nicht um Euch, sondern um die Magier, denen noch zu helfen ist«, antwortete er irgendwann.
Ich verengte die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust. »Was soll das denn heißen?!«
Fräulein Nachtigall hob beschwichtigend die Hände. »Meister Eule hat es sich nicht böse gemeint. Bitte regt Euch nicht auf, Kommandantin.«
Schlecht gelaunt grummelte ich vor mich hin, bis das Boot endlich wieder stoppte.
Mit einem unguten Gefühl betrat ich mit den anderen beiden Magiern den Turm und versuchte die schlechten Erinnerungen zu verdrängen, die ihn mir aufkamen.
»Was genau ist jetzt eigentlich meine Aufgabe?«, fragte ich Nachtigall leise, während wir immer mehr Stockwerke hinter uns ließen.
Die Magierin zuckte mit den Schultern. »Scheinbar geht es um die Ausbildung der jungen Magier. Aber was genau Ihr damit zu tun habt, weiß ich leider auch nicht.«
Was es auch war, sicherlich wollte mich Meister Eule damit demütigen.
Wir erreichten eine kleine Halle, in der sich etliche Magier befanden, die alle nicht älter als zehn Jahre alt sein konnten.
Meister Eule packte mich grob am Arm und zog mich mit zu der Meute.
»Da sich das Üben mit älteren Magiern als gefährlich herausgestellt hat, wird Fräulein Quetzal ab heute mit euch üben. Ihr müsst keine Angst haben, denn ihre Fähigkeiten übersteigen eure nicht im geringsten. Es besteht also keine Gefahr«, erklärte der Elf und schubste mich zu den jüngeren Magiern, die mich schmunzelnd betrachteten.
Wütend drehte ich mich zu Meister Eule um, der bereits drauf und dran war, wieder zu verschwinden.
Oh, wenn ich meine Fähigkeiten als Hexe nicht geheim halten müsste, würde ich diesen mürrischen Magier mit Freuden gegen die nächste Wand feuern.
»Fräulein Nachtigall wird die Lehrstunde leiten«, fügte er noch hinzu und verschwand dann.
Fassungslos sah ich ihm nach und blickte dann zu Nachtigall, die nicht weniger überrascht von diesem Abgang war.
»Ich... wusste nichts davon, das schwöre ich«, sagte sie und ich ließ nur die Schultern hängen.
»Ist schon gut«, erwiderte ich und seufzte schwer. Und wie kam ich aus dieser Nummer wieder raus?
Fräulein Nachtigall lächelte mich leicht unbeholfen an. »Wenn wir schon einmal hier sind, könnten wir doch tatsächlich ein wenig mit den Kindern üben, oder nicht?«
Ich verdrehte die Augen und ergab mich dann meinem Schicksal. So schlimm konnte das ja schließlich nicht sein.
»Nun gut, was soll ich tun?«, fragte ich und griff nach meinem Zauberstab.
Nachtigall führte mich auf eine Seite der Halle und deutete auf einen Jungen, der sich nach einer kurzen Aufforderung der Magierin auf der anderen Seite aufstellte.
»Die Kinder sollen ihren Abwehrzauber üben, doch die Kräfte der älteren Magier sind schon zu stark, um sie gegen die Anfänger einzusetzen.«
Ich runzelte die Stirn. »Können die Kinder sich nicht gegenseitig angreifen?«
»Nein, sie beherrschen noch keine Angriffszauber. Das wäre zu gefährlich.«
Ich nickte und musterte den Jungen auf der anderen Seite der Halle. Ein Kind angreifen? Das gefiel mir ganz und gar nicht.
»Macht Euch keine Sorgen. Die Kinder sind nicht so hilflos, wie Ihr vielleicht glaubt«, flüsterte mir Nachtigall lächelnd zu und stellte sich dann etwas abseits auf.
»Ihr könnt beginnen, Kommandantin.«

Erschöpft ließ ich mich auf den Boden sinken und sah den Kindern nach, die vergnügt die Halle verließen.
»Vielen Dank für Eure Hilfe, Kommandantin. Die Kinder scheinen viel Spaß gehabt zu haben«, meinte Fräulein Nachtigall und setzte sich neben mich.
Ich schloss kurz die Augen. »Schön, aber das mache ich nicht nochmal. Das war anstrengend.«
Die Magierin wollte gerade etwas erwidern, als eine mächtige Erschütterung uns aufschrecken ließ.
»Was war das?«, fragte Nachtigall und gleich darauf trat ein Magier ein, der sichtlich geschockt war.
»Ein Drache! Ein Drache ist auf der Spitze des Turms!«, rief er in Panik und von Weitem konnte ich die Schreie der anderen Magier hören, die voller Angst flüchteten.
Ich blickte kurz zu Fräulein Nachtigall, die verstehend nickte. Wir mussten sofort auf die Spitze des Turms.
»Wo ist Meister Eule?«, fragte ich, bevor ich die Halle verließ.
»Er ist bereits oben und kämpft gegen den Drachen, zusammen mit drei Fremden«, erklärte mir der Mann, bevor er mit den anderen das Weite suchte.
Ich hatte keine Zeit, um darüber nachzudenken, wer die drei Fremden sein konnten. Wir hatten keine Zeit zu verlieren!
Als wir auf dem Dach des Turms angekommen waren, mussten wir sofort einem Feuerball des Drachen ausweichen, den Meister Eule scheinbar gerade abgewehrt hatte.
Ich ließ kurz meinen Blick schweifen und entdeckte dann auch die drei Fremden, von denen der Magier gesprochen hatte. Allerdings waren sie mir nicht sonderlich fremd. Ganz im Gegenteil.
»Was machen die Kopfgeldjäger hier?«, fragte Fräulein Nachtigall, als sie die drei Gestalten ebenfalls gesehen hatte.
»Ich weiß es nicht, aber es bedeutet auf jeden Fall Ärger«, knurrte ich und kämpfte mich zu Meister Eule vor.
»Überlasst den Drachen uns. Er ist unsere Beute«, hörte ich Fräulein Amethystglanzstar, die gerade einem Angriff des Drachen auswich. »Wir können nichts dafür, dass er hier gelandet ist. Er hat sich nun einmal die Spitze des Turms als Sterbeplatz ausgesucht.«
»Ihr scheint die wahre Kraft dieses Wesens zu unterschätzen. Wir haben es hier mit einem Hohen Drachen zu tun. Ihr könnt ihn niemals allein bezwingen!«, erwiderte Meister Eule und traf den Drachen mit einem Zauber, der das Tier kurz zum Wanken brachte.
Ein Hoher Drache? Selbst fähige Kämpfer wie Nachtigall oder die Kopfgeldjäger konnten dieses Ding niemals allein besiegen!
Und da Meister Eule anwesend war, konnte ich mich nicht der Hexerei bedienen.
»Wir wissen schon, was wir tun«, versicherte Herr Habichtfalke und schoss auf den Kopf des Drachen, doch der Pfeil der Armbrust prallte einfach ab. Selbst ein guter Schütze konnte hier wenig ausrichten. Trotz allem gab er nicht nach und feuerte weiter auf den übermächtigen Gegner.
Fräulein Berghüttensänger versuchte derweil, auf den Drachen zu klettern, um ebenfalls seinen Kopf treffen zu können, doch das Tier schüttelte die Kopfgeldjägerin immer wieder ab.
Fräulein Nachtigall und Meister Eule bündelten nun ihre Kräfte, um mehr Schaden anzurichten. Für einen kurzen Moment war ich versucht, ihnen zu helfen, doch ich hatte nie gelernt, wie man Magie vereinen konnte und deshalb wäre ich wohl keine große Hilfe für die beiden gewesen.
Als ich Berghüttensänger schreien hörte, drehte ich mich zu den Kopfgeldjägern um und sah gerade noch, wie Fräulein Amethystglanzstar, scheinbar durch einen Schlag des Drachen, vom Turm stürzte. Die anderen beiden Kopfgeldjäger versuchten ihr zu helfen, wurden jedoch vom Schweif des Drachen getroffen und gegen die Tür, die ins Innere des Turms führte, geschleudert.
Ich überlegte nicht lange und rannte zu der Stelle, an der Fräulein Amethystglanzstar abgestürzt war.
Sie hing an einem Wasserspeicher, doch ich konnte sie, auch mit der Hilfe meines Zauberstabs, nicht erreichen.
Ich überlegte fieberhaft, was ich tun konnte, doch die einzige Lösung schien die Hexerei zu sein.
Schnell blickte ich zu Meister Eule. Er hatte mich nicht im Blick und war vollkommen auf den Drachen fixiert.
»Erschreckt Euch jetzt nicht«, warnte ich die Kopfgeldjägerin, die die Stirn runzelte.
»Weswegen sollte ich mich erschrecken, Aushilfsheldin?«
Ich konzentrierte meine Kräfte auf die Wand des Turms und ließ daraus eine Schattenhand wachsen, mit der ich nach Amethystglanzstar griff, um sie wieder auf der Spitze des Turms abzusetzen.
»Wegen der großen Schattenhand, die aus der Wand gewachsen ist«, erwiderte ich, nachdem die Kopfgeldjägerin wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte.
Überrascht starrte sie mich an. »Ihr seid eine-«
»Dafür haben wir jetzt keine Zeit!«, unterbrach ich sie und schuf eine Schattenwand, um uns vor dem Feuer des Drachen zu schützen, der seine Aufmerksamkeit nun auf uns gerichtet hatte.
Ich hatte vergessen, dass Drachen es spüren konnten, wenn Hexerei praktiziert wurde.
Und nicht nur er konnte das. Ich wusste ganz genau, dass auch Meister Eule dazu fähig war. Sein Blick verriet mir sofort, dass ich recht hatte. Aber ich hatte im Moment andere Probleme.
»Ihr solltet Euch um Eure Gefährten kümmern«, riet ich Amethystglanzstar und deutete mit dem Kopf auf die beiden anderen Kopfgeldjäger, die bewusstlos am Boden lagen. »Bringt sie so schnell wie möglich in Sicherheit.«
»Wir haben keine Angst vor dem Drachen. Wir können helfen!«
Ich lächelte betrübt. »Es ist nicht der Drache, vor dem Ihr Angst haben solltet. Bringt Euch in Sicherheit, solange Ihr noch könnt. Gleich wird es zu spät sein.«
Fragend sah mich die Kopfgeldjägerin an, doch ich sparte mir jedes weitere Wort und ging auf den Drachen zu, der sich nun vollkommen auf mich konzentrierte.
Stumm sah ich zu, wie die Kopfgeldjägerin versuchte, ihre Freunde zu wecken, die kurz darauf wieder zu Bewusstsein kamen.
Gut, dann konnten sie wenigstens entkommen, wenn es nötig war.
Der Drache brüllte mich an, doch er startete keinen Angriff. Scheinbar hatte er tatsächlich ein wenig Respekt vor mir. Wenigstens einer.
Ich blickte zu Fräulein Nachtigall, die bereits ahnte, was ich vorhatte.
»Es ist wohl soweit«, meinte ich und lächelte matt. »Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde.«
Die Magierin kam auf mich zu und wollte etwas sagen, doch Meister Eule kam ihr zuvor.
»Es hätte mir von Anfang klar sein müssen, dass etwas nicht stimmt. Ihr seid Hexenbrut! Nun ergibt alles einen Sinn.«
Ich schmunzelte. »Verlegen wir die Beschimpfungen und den ganzen Rest auf später, ja? Ich habe einen Drachen zu töten.«
Ich sah noch einmal kurz zu den beiden Magiern. »Ihr tätet gut daran, zu fliehen.«
Keiner der beiden kam meiner Aufforderung nach. Ich hatte auch nicht damit gerechnet.

*****

Ich wusste, dass die Kommandantin das einzig Richtige in diesem Moment tat, doch trotzdem war ich versucht, sie davon abzuhalten und auch Meister Eule verstand, was Quetzal vorhatte.
Doch sein Versuch, ihr Vorhaben abzubrechen, kam zu spät.
Sie begann bereits damit, die Worte auszusprechen, mit denen sie ihre Seele den Schatten übergab.
»Mein Hexenherz geht den Pakt ein und wird nun eins mit den Schatten sein.«
Meister Eule und ich gingen ein paar Schritte zurück, als sich Schatten um die Kommandantin sammelten und sie darin vollständig einhüllten.
»Der Erbauer stehe uns bei«, flüsterte Meister Eule und unwillkürlich berührte ich die Drachenträne, die um meinen Hals hing.
Als sich die Dunkelheit wieder verzog, stieg eine mindestens drei Meter große Kreatur aus den Schatten hervor, die auf langen, stelzenhaften Beinen stand. Die Augen glühten giftgrün und ein beängstigendes Grinsen zierte das Gesicht der Schattengestalt. Mit seinen langen, spitzen Fingern deutete es auf den Drachen, der seit der Anwesenheit des Schattenwesens unruhig wirkte.
»Deine Zeit ist abgelaufen«, sagte es in der Alten Sprache der Drachen. Die Stimme des Wesens klang nur schemenhaft nach der Kommandantin. Sie war verzerrt und es hörte sich so an, als würde nicht nur sie, sondern auch noch eine zweite Person sprechen.
Der Drache spie sein Feuer, doch die Gestalt versank einfach in den Schatten und tauchte kurze Zeit später wieder auf.
»Kestalia kes dus wera ara klopuestis«, sprach die Schattengestalt. Es schien ebenfalls die Sprache der Drachen zu sein, doch es handelte sich dabei um Worte, die mir nicht geläufig waren. Scheinbar benutzte das Wesen die Erste Sprache der Drachen, die heute nicht mehr gelehrt wurde.
»Die Schatten werden deine Seele fressen«, übersetzte Meister Eule und starrte das Wesen an, das nun zum Angriff überging und seine Klauen in den Hals des Drachen rammte.
Ich kniff die Augen zusammen und biss mir auf die Unterlippe, als ich den schrecklichen Schmerzensschrei des Drachen hörte.
Ich wagte es nicht, die Augen zu öffnen, denn die Geräusche und Schreie, die ich vernahm, reichten bereits aus, um zu begreifen, dass die Schattengestalt keine Gnade kannte.
Als es für einen Moment still war, zwang ich mich dazu, die Augen wieder zu öffnen.
Der Anblick der Drachenleiche ließ Übelkeit in mir aufkommen. Der Schatten hatte das Tier vollkommen zerstückelt und schien an dem Anblick seine Freude zu haben.
»Wenn sie sich nicht gleich aus eigener Kraft zurückverwandelt, sind wir verloren«, sagte Meister Eule und schien bereits mit dem Leben abzuschließen.
Ich nahm die Kette mit der Drachenträne von meinem Hals und ging auf die Schattengestalt zu, um diesen Wahnsinn zu beenden, doch bevor ich etwas unternehmen konnte, traf ein Pfeil den Kopf des Schattens, der sich in die Richtung drehte, aus der das Geschoss gekommen war.
»Hey, Schattenbrut! Weißt du eigentlich, wie viel dein Kopf wert ist? In Lorberia zahlt mal einen guten Preis für ein Hexenkind«, rief Herr Habichtfalke dem Schattenwesen zu und auch die beiden anderen Kopfgeldjäger schienen sich dem Schatten entgegen stellen zu wollen.
»Diese Narren«, knurrte Meister Eule, der nur zu gut wusste, dass die drei keine Chance hatten, diesen Kampf zu überleben. Hatten sie nicht gesehen, was mit dem Drachen passiert war?
Das Wesen zog den Pfeil aus seinem Kopf und eine schwarze Flüssigkeit floss aus der Wunde.
Stumm wischte sich der Schatten das Blut aus dem Gesicht und begann zu lachen.
Innerhalb eines Herzschlags tauchte die Schattengestalt vor Herrn Habichtfalke auf, packte ihn und hob ihn nach oben.
»Wie gut das Vögelchen zielen kann. Doch wird es das noch, wenn ich ihm die Augen ausgestochen habe?«
Fräulein Amethystglanzstar versuchte ihm zu helfen und traf mit ihrem Degen den Arm des Schattens.
Lachend blickte dieser auf die Kopfgeldjägerin herab und schleuderte Herrn Habichtfalke auf die beiden Kopfgeldjägerinnen, die mit ihrem Gefährten zu Boden gingen.
»Das violette Vögelchen sollte sich nicht einmischen und lieber nach der suchen, die sie vermisst. Fischmenschen finden sich nicht von allein.«
»Woher weißt du...?«
»Die Seele des violetten Vögelchens schreit geradezu danach. Vielleicht findet es seine Freundin ja in der Hölle.«
Gerade als das Wesen zum Schlag ausholte, traf mein Feuerball den Schatten, der mir nun seine Aufmerksamkeit schenkte.
Gefährlich langsam näherte sich die Gestalt mir und blickte grinsend auf mich herab.
»Was für ein hübsches Vögelchen. Möchtest du zerstückelt werden oder soll ich deine Seele mit in die ewige Dunkelheit ziehen?«
Ich erwiderte nichts darauf und richtete die Drachenträne auf das Wesen vor mir.
»Hexenherz, sei wieder rein. Sollst nicht mehr gefangen sein.«
Das Artefakt strahlte ein helles Licht aus, das den Schatten zurückdrängte und ihn in die Knie zwang. Immer mehr versank die Gestalt und löste sich in einer dunklen Wolke auf. Als diese sich verzog, sah ich die Kommandantin, die bewusstlos am Boden lag.
Ich ging neben ihr auf die Knie und versuchte sie zu wecken, doch es war hoffnungslos. Ihre Augen waren geöffnet, aber sie schienen leblos zu sein. So, als wäre sie noch an einem ganz anderen Ort, an dem niemand sie erreichen konnte.
Meister Eule trat neben mich und hob Quetzal auf seine Arme.
»Es kann dauern, bis sie wieder zu sich kommt«, meinte er. Im Moment konnte ich nicht erfassen, was er von all dem hielt, doch er schien erstaunlich gefasst.
Als wir in das Innere des Turms zurückkehren wollten, hielt uns Herr Habichtfalke auf.
»Hier im Namenlosen Königreich gibt es keine Belohnung für die Festnahme von Hexen, doch wenn wir sie nach Lorberia bringen und dort verbrennen lassen, kann ein guter Preis für sie erzielt werden. Soweit ich weiß, ist auch der Zirkel der Magi einer finanziellen Unterstützung nicht abgeneigt«, sagte er und deutete auf die Kommandantin.
Meister Eule verzog keine Miene.
»Der Zirkel der Magi ist auch ehrbarem Verhalten nicht abgeneigt«, antwortete er. »Nehmt, was von dem Drachen übrig geblieben ist und holt Euch dafür Eure Belohnung. Das Hexenkind ist Angelegenheit des Zirkels.«
Unsicher sah ich zu Meister Eule auf. Ich konnte nicht einschätzen, was er mit der Kommandantin vor hatte.
Herr Habichtfalke wollte noch etwas erwidern, doch Fräulein Amethystglanzstar hielt ihn zurück.
»Lassen wir es für heute darauf beruhen. Eins nach dem anderen, Habichtfalke«, sagte sie, drehte sich um und ging auf die Drachenleiche zu.
Fräulein Berghüttensänger gesellte sich sofort zu ihr. »Igitt, was für eine Sauerei! Da hat die Hexe aber ganze Arbeit geleistet.«
Herr Habichtfalke wandte sich nun auch von uns ab und spielte kurz auf einer Okarina. Kurze Zeit später flog eine Chimäre auf das Dach des Turms. So waren sie also hierher gekommen.
»Hey, Magierin. Sagt Eurer Freundin, dass diese Sache noch nicht vorbei ist. Der nächste Pfeil von mir wird sie sicherlich nicht mehr zum Lachen bringen«, rief mir der Kopfgeldjäger noch zu, bevor ich mich umdrehte und Meister Eule ins Innere des Turms folgte.
Morpheus Kolkrabe - 16. Apr, 19:55

Richtige Entscheidung

Es war eine gute Idee, nicht einzugreifen. Ich wollte unbedingt mal Eure Schattenform sehen, Kommandantin. Hat sich gelohnt. Es war eine sehr amüsante Vorstellung. =D

Kommandantin Quetzal - 16. Apr, 20:28

Falsche Einstellung

ò__ó Wir hätten Eure Hilfe brauchen können! Dann hätte ich diesen Albtraum gar nicht mitmachen müssen! >_>
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Kommandantin Quetzal - 16. Apr, 20:29

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