Erzählung: Fräulein Nachtigall
„Ich werde es nicht länger dulden, dass diese Verbrecherin - eine ungehobelte und extrem gefährliche Abtrünnige - weiterhin frei herumläuft!“
Ich verdrehte genervt die Augen. Dieser alte Besserwisser ging mir langsam auf die Nerven! Seine ständigen Zurechtweisungen waren ermüdend.
Ich verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte Meister Eule angriffslustig an. „Ich habe diesem Königreich schon oft einen großen Dienst erwiesen! Nur weil ich Eure stumpfsinnigen Lektionen verpasst habe, bin ich trotzdem dazu in der Lage, mich zu verteidigen!“
Fräulein Taube hob beschwichtigend die Hände und stand auf. „Wir sollten uns nicht streiten. Das führt zu keiner Lösung. Als Oberhäupter dieses Königreichs sollten wir uns nicht in ewigen Streitigkeiten verlieren.“
Ich nickte, war aber keineswegs dazu bereit, nachzugeben.
Ich hatte ein Recht darauf, frei zu sein! Ich brauchte den Zirkel der Magi nicht!
„Wollt Ihr etwa leugnen, dass diese Abtrünnige-“
„Mein Name ist Quetzal!“
„- uns alle ins Chaos stürzt? Sie kann ihre mickrigen Kräfte nicht einmal richtig kontrollieren!“
Das war's! Der Alte bekam jetzt mal etwas von meinen „'mickrigen Kräften' zu spüren, wenn er nochmal so einen Satz heraus haute!
Fräulein Taube nahm meine Hand und lächelte mich an.
„Bitte, Gewalt würde zu gar nichts führen. Ich habe eine bessere Idee“, sagte sie und gab ihrer Dienerin ein Zeichen. Diese verließ den Raum und brachte kurze Zeit später einen Gast herein.
Eine Magierin, das spürte ich sofort. Irgendwie kam sie mir bekannt vor.
„Kommandantin Quetzal, ich möchte Euch eine Schülerin des Zirkels vorstellen. Sie ist eine ausgezeichnete Magierin, wie Meister Eule sicherlich bestätigen kann. Sie wird Euch, wenn Ihr Hilfe benötigt, gewiss zur Seite stehen können.“
Ich musterte Taube eine Weile. „Eine Aufpasserin, nicht wahr? Ihr glaubt auch, dass ich gefährlich bin, richtig?“
Sie wich meinem Blick aus. „Ihr müsst gestehen, dass Eure Fähigkeiten selbst für Euch manchmal... unvorhersehbar sind.“
Ich schnaubte ärgerlich. Bisher hatte ich meine Kräfte immer unter Kontrolle halten können. Natürlich, es hatte ein paar Unfälle gegeben, aber das konnte jedem passieren! Gewiss auch dieser meisterhaften Magierin. Ich blickte kurz zu ihr. Sie kam mir wirklich irgendwie bekannt vor...
Meister Eule trat zu der Magierin.
„Fräulein Taube, meine beste Schülerin zu opfern, um Kontrolle über die Abtrünnige ausüben zu können, erscheint mir eine Verschwendung zu sein. Wir könnten Zeit und Nerven sparen, indem wir sie einfach zu einer Besänftigen machen würden“, meinte der Alte.
Ich verengte die Augen. Natürlich, das war seine Antwort auf alles! Besänftigung!
Die Magierin ergriff nun das Wort, kam ein paar Schritte auf mich zu und reichte mir die Hand.
„Es freut mich, Euch kennenzulernen, Kommandantin. Ich habe schon viel von Euch gehört“, sagte sie und lächelt leicht.
Ich ergriff zögerlich ihre Hand. „Und Ihr seid?“
Mir wollte immer noch nicht einfallen, warum sie mir so bekannt vorkam.
„Fräulein Nachtigall ist mein Name.“
Moment! Nachtigall? Das war doch diese extrem talentierte Magierin, die alle Prüfungen innerhalb von zwei Jahren bestanden hatte, obwohl jeder normale Magier dafür mindestens zehn Jahre brauchte! Hielt man mich wirklich für so gefährlich, dass man gleich die Beste zu mir schicken musste?
„Es ist mir eine Ehre, Euch kennenzulernen“, erwiderte ich etwas irritiert und blickte dann wieder zu Fräulein Taube.
„Fräulein Nachtigall hat sich dazu bereit erklärt, der Heldentruppe beizutreten. Ich hoffe, das ist auch in Eurem Interesse, Kommandantin. Sie wird sicherlich eine Bereicherung für die Truppe sein.“
Ich nickte. Selbstverständlich würde sie das sein! Und mich als Magierin drittklassig dastehen lassen..
Eule und Taube begaben sich zum Ausgang.
„Glaubt nicht, dass diese Sache damit geklärt ist, Abtrünnige. Für mich seid und bleibt Ihr immer eine nichtsnutzige Verbrecherin“, knurrte Meister Eule, bevor er zusammen mit Fräulein Taube den Raum verließ.
Ich streckte ihm noch die Zunge raus und seufzte schwer.
„Dieser Kerl bringt mich noch ins Grab“, murrte ich genervt.
Fräulein Nachtigall lachte leise. „Er ist eigentlich ein netter Kerl“, meinte sie.
„Selbstverständlich. Solange man tut, was er will.“
„Als Magier sollte man auch immer tun, was er will. Es ist zum Schutz aller das Beste.“
Ich unterdrückte ein Seufzen. Jeder, aber wirklich jeder hielt mich für gefährlich!
Ich setzte meinen Hut auf und bedeutete der Magierin, mir zum Ausgang zu folgen.
„Und Ihr wollt den Zirkel wirklich verlassen, um auf mich aufzupassen?“, fragte ich, während wir den Palast verließen.
Nachtigall schüttelte den Kopf. „Ich verlasse den Zirkel, um Mitglied der Heldentruppe zu werden. Außerdem...“
Sie sah sich kurz um. „... kann ich mich so von Meister Eule distanzieren. Er mag ein guter Lehrer sein, aber seine Gesellschaft meide ich privat dann doch lieber.“
Ich grinste breit. „Ihr habt Euch gerade einen Platz in meinem Herzen erobert, Fräulein Nachtigall. Willkommen in der Heldentruppe.“
Ich verdrehte genervt die Augen. Dieser alte Besserwisser ging mir langsam auf die Nerven! Seine ständigen Zurechtweisungen waren ermüdend.
Ich verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte Meister Eule angriffslustig an. „Ich habe diesem Königreich schon oft einen großen Dienst erwiesen! Nur weil ich Eure stumpfsinnigen Lektionen verpasst habe, bin ich trotzdem dazu in der Lage, mich zu verteidigen!“
Fräulein Taube hob beschwichtigend die Hände und stand auf. „Wir sollten uns nicht streiten. Das führt zu keiner Lösung. Als Oberhäupter dieses Königreichs sollten wir uns nicht in ewigen Streitigkeiten verlieren.“
Ich nickte, war aber keineswegs dazu bereit, nachzugeben.
Ich hatte ein Recht darauf, frei zu sein! Ich brauchte den Zirkel der Magi nicht!
„Wollt Ihr etwa leugnen, dass diese Abtrünnige-“
„Mein Name ist Quetzal!“
„- uns alle ins Chaos stürzt? Sie kann ihre mickrigen Kräfte nicht einmal richtig kontrollieren!“
Das war's! Der Alte bekam jetzt mal etwas von meinen „'mickrigen Kräften' zu spüren, wenn er nochmal so einen Satz heraus haute!
Fräulein Taube nahm meine Hand und lächelte mich an.
„Bitte, Gewalt würde zu gar nichts führen. Ich habe eine bessere Idee“, sagte sie und gab ihrer Dienerin ein Zeichen. Diese verließ den Raum und brachte kurze Zeit später einen Gast herein.
Eine Magierin, das spürte ich sofort. Irgendwie kam sie mir bekannt vor.
„Kommandantin Quetzal, ich möchte Euch eine Schülerin des Zirkels vorstellen. Sie ist eine ausgezeichnete Magierin, wie Meister Eule sicherlich bestätigen kann. Sie wird Euch, wenn Ihr Hilfe benötigt, gewiss zur Seite stehen können.“
Ich musterte Taube eine Weile. „Eine Aufpasserin, nicht wahr? Ihr glaubt auch, dass ich gefährlich bin, richtig?“
Sie wich meinem Blick aus. „Ihr müsst gestehen, dass Eure Fähigkeiten selbst für Euch manchmal... unvorhersehbar sind.“
Ich schnaubte ärgerlich. Bisher hatte ich meine Kräfte immer unter Kontrolle halten können. Natürlich, es hatte ein paar Unfälle gegeben, aber das konnte jedem passieren! Gewiss auch dieser meisterhaften Magierin. Ich blickte kurz zu ihr. Sie kam mir wirklich irgendwie bekannt vor...
Meister Eule trat zu der Magierin.
„Fräulein Taube, meine beste Schülerin zu opfern, um Kontrolle über die Abtrünnige ausüben zu können, erscheint mir eine Verschwendung zu sein. Wir könnten Zeit und Nerven sparen, indem wir sie einfach zu einer Besänftigen machen würden“, meinte der Alte.
Ich verengte die Augen. Natürlich, das war seine Antwort auf alles! Besänftigung!
Die Magierin ergriff nun das Wort, kam ein paar Schritte auf mich zu und reichte mir die Hand.
„Es freut mich, Euch kennenzulernen, Kommandantin. Ich habe schon viel von Euch gehört“, sagte sie und lächelt leicht.
Ich ergriff zögerlich ihre Hand. „Und Ihr seid?“
Mir wollte immer noch nicht einfallen, warum sie mir so bekannt vorkam.
„Fräulein Nachtigall ist mein Name.“
Moment! Nachtigall? Das war doch diese extrem talentierte Magierin, die alle Prüfungen innerhalb von zwei Jahren bestanden hatte, obwohl jeder normale Magier dafür mindestens zehn Jahre brauchte! Hielt man mich wirklich für so gefährlich, dass man gleich die Beste zu mir schicken musste?
„Es ist mir eine Ehre, Euch kennenzulernen“, erwiderte ich etwas irritiert und blickte dann wieder zu Fräulein Taube.
„Fräulein Nachtigall hat sich dazu bereit erklärt, der Heldentruppe beizutreten. Ich hoffe, das ist auch in Eurem Interesse, Kommandantin. Sie wird sicherlich eine Bereicherung für die Truppe sein.“
Ich nickte. Selbstverständlich würde sie das sein! Und mich als Magierin drittklassig dastehen lassen..
Eule und Taube begaben sich zum Ausgang.
„Glaubt nicht, dass diese Sache damit geklärt ist, Abtrünnige. Für mich seid und bleibt Ihr immer eine nichtsnutzige Verbrecherin“, knurrte Meister Eule, bevor er zusammen mit Fräulein Taube den Raum verließ.
Ich streckte ihm noch die Zunge raus und seufzte schwer.
„Dieser Kerl bringt mich noch ins Grab“, murrte ich genervt.
Fräulein Nachtigall lachte leise. „Er ist eigentlich ein netter Kerl“, meinte sie.
„Selbstverständlich. Solange man tut, was er will.“
„Als Magier sollte man auch immer tun, was er will. Es ist zum Schutz aller das Beste.“
Ich unterdrückte ein Seufzen. Jeder, aber wirklich jeder hielt mich für gefährlich!
Ich setzte meinen Hut auf und bedeutete der Magierin, mir zum Ausgang zu folgen.
„Und Ihr wollt den Zirkel wirklich verlassen, um auf mich aufzupassen?“, fragte ich, während wir den Palast verließen.
Nachtigall schüttelte den Kopf. „Ich verlasse den Zirkel, um Mitglied der Heldentruppe zu werden. Außerdem...“
Sie sah sich kurz um. „... kann ich mich so von Meister Eule distanzieren. Er mag ein guter Lehrer sein, aber seine Gesellschaft meide ich privat dann doch lieber.“
Ich grinste breit. „Ihr habt Euch gerade einen Platz in meinem Herzen erobert, Fräulein Nachtigall. Willkommen in der Heldentruppe.“
Kommandantin Quetzal - 16. Apr, 18:42

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